26

Diorama: Alaunschieferbergwerk um 1600

Dieses Diorama zeigt ein Alaunschieferbergwerk um das Jahr 1600. Es vermittelt einen Eindruck davon, unter welchen Bedingungen der begehrte Rohstoff damals gewonnen und verarbeitet wurde – lange bevor moderne Maschinen den Bergbau veränderten.

Diese Station befindet sich im Außenbereich, direkt neben dem Ausgang des Grottoneums.

Gold und Edelsteine faszinieren die Menschen seit Jahrtausenden. Wegen ihrer Schönheit gelten sie bis heute als Symbole für Reichtum, Macht und Ansehen. Weltweit machen sich professionelle Goldsucher ebenso wie Hobby-Schürfer auf die Suche nach den glitzernden Schätzen der Erde.

Auch Thüringen erlebte einst einen eigenen Goldrausch. Zahlreiche Goldsucher durchkämmten die Bäche und Flüsse des Thüringer Schiefergebirges, um mit Goldpfanne und Waschrinne nach dem begehrten Edelmetall zu suchen. Die älteste urkundlich erwähnte Goldgrube Thüringens stammt aus der Mitte des 14. Jahrhunderts. Sie befand sich im Ort Reichmannsdorf bei Saalfeld. Die Hoffnungen auf große Funde waren hoch – doch die Ausbeute blieb meist gering. Nur wenige wurden tatsächlich reich.

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich das Goldsuchen weltweit zu einer beliebten Möglichkeit, auf legalem Weg sein Glück zu machen. Hunderttausende Menschen schlossen sich zwischen 1861 und 1863 dem Goldrausch im neuseeländischen Otago an oder folgten ab 1896 dem berühmten Klondike-Goldrausch in Nordamerika.

Angetrieben von der Hoffnung auf den großen Fund nahmen sie schwere körperliche Arbeit, extremes Wetter sowie oft schlechte Lebens- und Hygienebedingungen in Kauf. Der Weg zum Reichtum war schmal – und für die meisten blieb der Traum vom Gold unerfüllt.

Diese Website ist auf wpml.org als Entwicklungsseite registriert. Wechseln Sie zu einem Produktions-Website-Schlüssel, um remove this banner.